schottischer Whisky


Wie der Kilt, der Dudelsack und die Highlands gehört der Schottische Whisky zur Kultur Schottlands. Schottland ist der Mittelpunkt der Whisky-Industrie Europas. Der qualitativ hochwertige schottische Whisky hat in der ganzen Welt einen erstklassigen Ruf. Die Bezeichnung Whisky („Lebenswasser“) stammt aus dem Gälischen, einer keltischen Sprache, die dem Getränk eine gewisse Heilkraft unterstellt. Die Herstellung des Whiskys im Hochland und auf den Inseln wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1494 erwähnt. Nur der schottische Whisky wird ohne „e“ geschrieben, alle anderen Whiskys, die nicht aus einer schottischen Destillerie stammen, müssen „Whiskey“ geschrieben werden. Er ist ein Genussmittel, das aus Gerste durch alkoholische Gärung und Destillation, einer Konzentrierung von Alkohol, hergestellt wird. Man unterscheidet den „Blended“ Whisky und den „Malt“ Whisky. Blended Whisky entsteht in Europa aus Mais, Weizen oder ungemälzter Gerste. In den USA bzw. Kanada wird anstatt Gerste Roggen verwendet. Der Malt Whisky, mit seinem charakteristischen Rauchgeschmack, wird aus der über dem Torffeuer gedarrten Gerste (Mälzung) hergestellt. Die übliche Lagerzeit beträgt acht bis zwölf Jahre, es können aber auch fünfzehn bis fünfzig Jahre sein.

„Single Malt“ bedeutet, dass der Whisky aus einer Destillerie kommt, und kein Verschnitt verschiedener Whisky-Sorten ist. Der rauchige Single Malt Whisky wird zunehmend beliebter. Der Scotch („Pure Malt“), ist ein Single Malt Whisky mit einem Alkoholanteil von mindestens 40 Volumenprozent , der in einer schottischen Brennerei hergestellt wurde. Außerdem muss er 3 Jahre traditionell in Eichenholzfässern, durch eine offizielle Stelle verplombt, gelagert werden. Die Bezeichnung „Scotch“ bleibt den Single Malts aus Nordamerika, Irland oder anderen Ländern verwehrt. Auch Japan stellt seit Mitte 1920 einen Single Malt Whisky von guter Qualität her. Er ist in nördlichen Regionen, in denen kein Reis wächst, eine beliebte Alternative.

Die verschiedenen schottischen Single Malt Whiskys haben je nach Region einen unterschiedlichen Geschmack. Der Lowland Whisky ist etwas leichter und milder, während die Whiskys von den Inseln den etwas salzigen Geschmack der Seeluft haben. Man geht davon aus, dass alle schottischen Brennereien das nahe, klare Quellwasser verwenden und führt Abweichungen im Geschmack auf Unterschiede im Boden, der Gerste, Temperatur und den Fässern zurück. Zur Lagerung werden Eichenfässer verwendet, in denen zuvor Spanischer Sherry oder Bourbon gelagert wurde. Der Whisky ist ein Genussmittel, das wohltemperiert, ohne Eis und Soda, serviert wird.